Stoppe grausame Langstrecken-Tiertransporte

Ein Schiff mit 14.000 Schafen an Bord ist vor der Küste Rumäniens gekentert. Die Schafe sollten in Saudi-Arabien geschlachtet werden. Stattdessen ertranken 13.760 der Tiere langsam und qualvoll im Meer. Nur 240 Schafe hatten Glück im Unglück: die Tierschutzorganisation ARCA, Partner von VIER PFOTEN, rettete sie aus dem sinkenden Schiff.  Für die anderen tausenden Tiere kam jede Hilfe zu spät.

Dies ist nicht die erste Tragödie im Zusammenhang mit Langstrecken-Tiertransporten.

Langstrecken-Tiertransport müssen abgeschafft werden!

VIER PFOTEN fordert alle EU-Mitgliedstaaten auf, den Transport lebender Tiere in Drittländer unverzüglich auszusetzen und Fleisch anstelle von Tieren zu exportieren.

Jedes Jahr werden mehr als drei Millionen lebende Tiere aus der EU in Drittländer transportiert. So streng die Vorschriften auch sein mögen und so tragisch der aktuelle Vorfall ist: Massensterben wie dieses werden immer häufiger, sei es auf der Straße oder auf Schiffen. Die schreckliche Tragödie in Rumänien zeigt, dass die europäischen Länder aufhören müssen, lebende Tiere zu exportieren. VIER PFOTEN ruft alle Mitgliedsstaaten auf, den Transport von lebenden Tieren in Drittländer unverzüglich auszusetzen.

Amtstierärzte sind verpflichtet, die Sicherheit von Tieren bei Transporten zu gewährleisten. Sie müssen Transporte ablehnen, wenn sie Grund zu der Annahme haben, dass gegen EU-Recht verstoßen wird oder die Tiere nicht geschützt werden können.

VIER PFOTEN fordert die Europäische Kommission auf, diesen Fall zu untersuchen und sich für ein komplettes Verbot der Ausfuhr von lebenden Tieren einzusetzen.

Unsere konkreten Forderungen:

  • Transport von Fleisch anstelle von Schlachttieren
  • Verbot des Langstreckentransports von lebenden Tieren in Drittländer
  • Kündigung aller bestehenden Abkommen über die Ausfuhr von lebenden Tieren in Drittländer
  • Begrenzung der Transportdauer von lebenden Tieren auf maximal 8 Stunden
  • Schlachtung von Tieren im nächstgelegenen geeigneten Schlachthof
  • Mehr unangekündigte Kontrollen und strengere Sanktionen bei Verstößen
  • Züchter sollen Genmaterial statt Zuchttiere versenden
  • Überarbeitung der EU-Tiertransportverordnung (insbesondere über Transportzeiten, verfügbare Flächen, Temperaturen)