Grausame Tiertransporte stoppen!

Die Bundesregierung muss endlich handeln! 

Schwangere Rinder leiden auf quälend langen Transporten, nur um ihre Kälber dann in einem Drittland zu gebären. Zwei Wochen alte Kälber werden in ferne Länder verkauft, weil sie als Abfallprodukte der industriellen Milchproduktion schlichtweg überflüssig sind. Geflügel und Schweine werden in anderen Ländern geschlachtet, weil es dort günstiger ist. 

Pro Tag werden Millionen Tiere auf deutschen Straßen transportiert. 2019 wurden über 1,6 Milliarden Rinder, Schweine, Schafe und Geflügeltiere lebend innerhalb der EU und von der EU in Drittstaaten transportiert. Eng zusammengepfercht werden die Tiere tage- oder sogar wochenlang unter schlimmsten Bedingungen transportiert. Sie leiden unter enormer Hitze oder Kälte, Durst, Hunger, Stress und Angst. Verstöße gegen geltende Gesetze und den Tierschutz sind an der Tagesordnung. In ihrem Zielland angekommen, erwartet die Tiere  eine tierschutzwidrige Haltung und grausame Schlachtung. 

Wir brauchen eine bundeseinheitliche Lösung! 

2020 ging ein öffentlicher Aufschrei durch Deutschland, sodass zahlreiche Bundesländer landesspezifische Erlasse herausgegeben haben. Diese sollten die grausamen Transporte in Drittstaaten wie Marokko, Usbekistan oder Algerien stark einschränken und teilweise ganz verhindern. Doch nach wie vor fehlt eine bundeseinheitliche Lösung, sodass über einzelne Bundesländer noch immer Tiere in Drittstaaten abgefertigt werden.  

Im Februar 2021 hat nun auch der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, unverzüglich zu prüfen, ob Tiertransporte in bestimmte Drittstaaten verboten werden müssen. Denn nur dann würde Millionen Tieren der grausame Transport in weit entfernte Länder, in denen der Tierschutz kaum Beachtung findet, erspart bleiben. 

VIER PFOTEN fordert Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die letzten Monate ihrer Amtszeit zu nutzen und ein bundesweites und einheitliches Verbot von Tiertransporten in Drittstaaten zu beschließen. 

Unterstützen Sie uns und schicken Sie eine Protest-E-Mail an die Bundesregierung mit der Aufforderung, grausame Tiertransporte in Drittländer zu stoppen. 

Bundes- und EU-weit sollte gelten:
 
-  Kein Transport von nicht abgesetzten Tieren, die noch auf Milchnahrung angewiesen sind.
-  Maximal 4 Stunden für alle Tiere innerhalb Deutschlands sowie generell für Geflügel und Kaninchen.
-  Maximal 8 Stunden für alle anderen Tierarten unabhängig vom Zielland.
 Verbot des Transports lebender Tiere auf Schiffen.  
 Transport von Fleisch & Zuchtsamen statt lebender Tiere.  
 Reduktion der Tierbestände und Abkehr von der Exportorientierung.  


Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: www.vier-pfoten.de/transport