Keine Löwenjagd!

Ob mit oder ohne Jagderfahrung - in Südafrika kann jeder auf den König der Tiere schießen. Übliche Jagdpraxis ist das sogenannte Canned Hunting. Dabei werden an Menschen gewöhnte Zuchtlöwen für zahlungskräftige Trophäenjäger, die vor allem aus Europa und Nordamerika anreisen, in einem eingezäunten Gebiet zum Abschuss freigegeben. Die  Großkatzen haben keine Chance zu Entkommen, oft sind sie sogar mit Medikamenten ruhig gestellt. Eine feige Gatter-Jagd mit „Erfolgsgarantie“, mit der sehr viel Geld verdient wird.

Nachdem das Tier getötet wurde, nimmt der Jäger seine "Trophäe" mit, während die Überreste zerstückelt und via den internationalen Fleisch- und Knochenhandel verkauft werden. Ein grausames Ende für ein solch majestätisches Tier. 

Fordere die südafrikanische Regierung dazu auf, während der nächsten CITES COP 18 Konferenz in Sri Lanka , sich für den höchstmöglichen Schutz des Löwen einzusetzen. 

Diese Konferenz hat die Möglichkeit, jeglichen Handel mit Löwenüberresten zu ächten und damit der Gatterjagd ein Ende zu bereiten. 

Adressiert an den Umweltminister, 

Kopie an den Tourismusminister

Büro des Präsidenten von Süd-Afrika

VIER PFOTEN fordert grösstmöglichen Schutz für Löwen bezüglich der Haltung und des Handels mit Überresten der Tiere. Menschen können mit Ihrem Handeln zum Schutz dieser Tiere beitragen und damit das Aussterben der Tierart verhindern. 

Dies bedeutet: 

Ein Verbot für die private Haltung und Nutzung von Löwen in Zirkussen und Canned Hunting. 

Der Handel von lebenden Löwen und Löwenüberresten, abgesehen zum Zweck einer Rettung oder als Teils eines Zucht unter dem Artenschutzprogramm und zu wissenschaftlichen Zwecken, wird verboten. 

Den Artenrückgang in der Wildnis umkehren indem sichergestellt wird, dass der legale Handel von lebenden Tieren, Überresten und Derivaten die Nachfrage nach lebenden Tieren, Überresten und Derivaten nicht ankurbelt, was seinerseits einen erwiesenen Effekt auf die Wilderei hat. 

Wir bestehen deshalb auf den Versprechen die an der letzten Konferenz in Südafrika gemacht wurden: 

Es wurde eine Untersuchung, über Züchtungen in Gefangenschaft und die daraus resultierenden Effekte für die in der Wildniss lebenden Löwen, unternommen

Es existiert ein genaues und wahrheitsgetreues Verständnis über Tiere in Südafrika die in Gefangenschaft leben. 

Bezüglich der Exportquote wird ein ordnungsgemässer Prozess unternommen. 

Seit der letzten Konferenz: 

Eine Exportquote von 800 Skeltetten pro Jahr wurde ohne Rücksprache festgelegt. 

Da CITES 2018 zum Jahr der Grosskatzen ernannt hat, hoffen wir, dass die Versprechen ernst genommen nehmen und die Südafrikanische Regierung Verantwortung für das Wohl der tausenden Tiere in Gefangenschaft und die Zukunft der in der Wildniss lebenden Tiere übernimmt.