Schluss mit der Tierleid-Industrie!

Jahrzehntelang hat die Bundesregierung zugunsten der Agrarlobby nötige Reformen verschleppt. Es wurden Gesetze gemacht, die die Interessen der Agrar- und Fleischindustrie voranbringen, anstatt die Tiere zu schützen. So entstand das System Massentierhaltung, das arteigene Verhalten der Tiere systematisch ignoriert:

Nach wie vor verbringen Millionen Tiere ihr ganzes oder einen erheblichen Teil ihres Lebens in Käfigen. Tageslicht sehen die Tiere meist das erste Mal auf ihrem Weg zum Schlachter
 
Routinemäßige Verstümmelungen wie das Abschneiden von Ringelschwänzen oder das Kürzen von Putenschnäbeln sind an der Tagesordnung.
 
Tiere werden einzig auf Leistung gezüchtet, ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit. Masthühner nehmen zum Beispiel so stark an der Brust zu, dass sie vorne überkippen und oft nur noch schlecht laufen können.
 
Tiere werden im Akkord geschlachtet. Dabei kommt es immer wieder vor, dass die Tiere nicht ausreichend betäubt und somit bei vollem Bewusstsein getötet werden.
 
Miserable Haltungsbedingungen und rücksichtlose Leistungszucht machen die Tiere krank und führen zu einem massiven Einsatz von Antibiotika. Das fördert die Entwicklung von antibiotikaresistenten Keimen und gefährdet so auch die Gesundheit von Menschen.

 

Politik und Industrie haben ein hochsubventioniertes System erschaffen, das auf Export und Masse setzt, aber keine Rücksicht auf Mensch, Tier und Klima nimmt. Der Handel treibt mit Preisdumping auf Lebensmittel und Billigfleischwerbung dieses System voran und erzieht Verbraucher zur "Geiz ist geil"-Mentalität. Doch Tierwohl darf nicht der freien Marktwirtschaft überlassen werden, der Staat muss wirksame Gesetze und Regeln schaffen.

Umbau der Tierhaltung – JETZT!
Die Tierhaltung in Deutschland braucht einen Neustart: Es darf kein „Weiter so“ oder nur kleine Schönheitsreparaturen an einem grundlegend kranken System geben. Das Wohl unserer sogenannten Nutztiere muss endlich höher bewertet werden als Profit und günstiges Fleisch. Alle Tiere müssen ihren arteigenen Bedürfnissen gemäß gehalten werden.

Wir fordern daher die zur Bundestagswahl stehenden Parteien auf: Der Ausstieg aus der Massentierhaltung muss in die Wahlprogramme, in den Koalitionsvertrag und auf die Agenda der neuen Bundesregierung – mit ambitionierten Zielen, einem genauen Zeitplan, einer gesicherten Finanzierung und konkreten Vorgaben.

Wir fordern die Parteien auf, sich zum Ausstieg aus der Massentierhaltung zu bekennen und Deutschlands Tierhaltung endlich tierschutzgerecht zu machen.

VIER PFOTEN fordert:
- Schluss mit Megaställen und Exportorientierung
- Schluss mit Hochleistungszuchten und Wegwerf-Tieren
- Schluss mit grausamen Haltungsformen und Praktiken
- Schluss mit Preis-Dumping und Billigfleischwerbung im Handel
- Schluss mit der pauschalen Subventionierung und dafür echte Förderung von Tier- und Klimaschutz

 

Mehr Informationen zu den Problemen der Nutztierhaltung finden Sie auf unserer Website.