Helfen Sie Frankreichs traurigsten Bären

In Frankreich werden noch immer eine grosse Anzahl Bären zu Unterhaltungszwecken missbraucht. Im Rahmen von Festivals oder Mittelaltermärkten werden diese Tiere von ihren Besitzern – sogenannten «montreur d’ours» - gezwungen Tricks vorzuführen. Währenddessen sind sie an einem Seil oder einer Kette festgebunden. Abgesehen davon, dass die Bären immer wieder gezwungen sind, Hürden zu überwinden, auf Bällen zu balancieren und mit dem Publikum zu interagieren, verbringen sie den größten Teil ihres Lebens damit, Tausende von Kilometern durch das Land zu reisen - eingeschlossen in den dunklen Laderäumen der Fahrzeuge ihrer Besitzer. Wenn die Bären nicht reisen oder auftreten, werden sie in viel zu kleinen Käfigen gehalten, in denen sie sich kaum bewegen können.

Einige dieser Bären leiden unter Krankheiten und haben bereits Verhaltungsstörungen entwickelt, die durch ihre schrecklichen und nicht artgemässen Haltungsbedinungen verursacht wurden. Das muss aufhören! Lokale Tierschutzorganisationen arbeiten unermütlich daran, dieser grausamen Unterhaltungsindustrie ein Ende zu setzen.

Die französischen NGO’s AVES France und Fondation Brigtte Bardot verurteilen diese grausame Praxis seit vielen Jahren. In Zusammenarbeit mit diesen Organisationen fordert VIER PFOTEN ein Ende dieser traurigen Tradition und bietet an die Bären zu retten. Bitte unterstütze uns und ermutige die französische Umweltministerin , Élisabeth Borne, ein Verbot für Bärenshows zu verordnen.  

 

Sehr geehrte Frau Borne, Ministerin für den ökologischen und solidarischen Wandel,

 

Eine beträchtliche Anzahl Bären wird in Frankreich noch immer zu Unterhaltungszwecken missbraucht. Die Tiere werden dazu gezwungen, durch Reifen zu springen und auf Bällen zu balancieren, was für Bären ein vollkommen unnatürliches Verhalten darstellt. Unabhängig von der oft schlechten körperlichen Verfassung der Tiere erklären ihre Besitzer in der Öffentlichkeit, dass diese Shows den natürlichen Bedürfnissen des Tieres entsprechen und einen pädagogischen Zweck haben.

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Tiere leiden sowohl geistig als auch körperlich unter diesen vermeintlich pädagogischen Praktiken, unter den Transporten über lange Strecken durch das Land sowie den katastrophalen Haltungsbedingungen, die sie erleiden müssen, wenn sie nicht auftreten.

Als modernes, fortschrittliches Land und Mitglied der EU sollte Frankreich mit gutem Beispiel vorangehen und Missstände in der Wildtierhaltung und im Tierschutz beseitigen. 

Erst kürzlich haben Sie erklärt, dass Sie den Schutz der in Gefangenschaft lebenden Tiere zu einem Ihrer vorrangigen Projekte machen wollen, und haben einen Aktionsplan angekündigt, der im Herbst dieses Jahres vorgelegt werden soll. Wir unterstützen Sie in diesem Bestreben und ermutigen Sie, ein starkes Zeichen zu setzen, indem Sie ein gesetzliches Verbot von Bärenshows in Frankreich einführen. Dies würde die Rettung dieser gequälten Tiere ermöglichen und ihnen ein besseres, artgemässes Leben in einem Schutzzentrum ermöglichen.

Bitte zeigen Sie, dass Frankreich ein Land ist, in dem Tierquälerei keinen legitimierten Platz hat!

Mit freundlichen Grüssen