Stoppt grausame Lebendtiertransporte

Jährlich werden über eine Milliarden Tiere quer durch die EU sowie in bzw. aus EU-Drittländer transportiert. Derzeit ist es erlaubt Schweine 24 Stunden ohne Pause und Rinder 29 Stunden inklusive einer Stunde Pause zu transportieren und diese Zeitspanne beliebig oft zu wiederholen, so dass die Tiere tage- bis wochenlang unterwegs sind.

Durch zu lange Transportzeiten und schlechte Transportbedingungen leiden die  Tiere Höllenqualen. Eng zusammengepfercht leiden sie unter enormer Hitze oder Kälte, Durst, Hunger, Stress und Angst.

VIER PFOTEN fordert eine Systemreform auf europäischer Ebene!

Die kommende deutsche EU-Ratspräsidentschaft sowie alle EU-Mitgliedstaaten müssen endlich die grausamen Langstreckentransporte beenden. Anstatt lebende Tiere zu quälen muss der Fokus langfristig auf den Transport von Fleisch und genetischem Material gelegt werden.

Durch unsachgemäßen Transport kommt es häufig zu schweren Verletzungen und grausamen Todesfällen. Auch trächtige Kühe werden als Zuchttiere tagelang über mehrere tausend Kilometer transportiert. Auf den Transporten kommt es immer wieder zu Frühgeburten. Zudem gelten in vielen Zielländern keine Tierschutzstandards und ein Aufbau von Zuchtpopulationen mit europäischen Hochleistungsrassen ist gar nicht möglich. Die Tiere, welche die Höllenfahrt überleben, werden dort nach der Geburt ihres Kalbes abgemolken, anschließend erwartet sie ein grausamer Tod.

Sofortmaßnahmen und eine Gesetzesänderung sind notwendig, um die Tiere zu schützen!

Durch fehlende Kontrollen und ausbleibenden Strafen wird gegen die bereitsohnehin  lasche EU-Verordnung 1/2005 zum Schutz von Tieren beim Transport systematisch verstoßen. Die wenigen Pausenzeiten, und andere schwachen Vorgaben zum Transport werden viel zu oft missachtet.

VIER PFOTEN fordert eine Gesetzesänderung von der Europäische Kommission, sowie sofortige Maßnahmen, um die schlimmsten Tierschutzprobleme zu behandeln.

Unsere konkreten Forderungen:

  • Transport von Fleisch anstelle von Schlachttieren
  • Verbot des Langstreckentransports von lebenden Tieren in Drittländer
  • Kündigung aller bestehenden Abkommen über die Ausfuhr von lebenden Tieren in Drittländer
  • Begrenzung der Transportdauer von lebenden Tieren auf maximal 8 Stunden (bzw. 4 Stunden bei Geflügel)
  • Verbot des Transports von nicht abgesetzten Jungtieren
  • Schlachtung von Tieren im nächstgelegenen, geeigneten Schlachthof
  • Mehr unangekündigte Kontrollen und strengere Sanktionen bei Verstößen
  • Ein klares Verbot von Abfertigungen bei zu erwartenden Außentemperaturen von über 30°C sowie bei Kälte
  • Züchter sollen Genmaterial statt Zuchttiere versenden