Nein zu "22 Hühner pro Quadratmeter"!

Den Masthühnern und Puten ihren Platz lassen – was bedeutet das? In der heutigen Geflügelhaltung werden hunderte bis tausende Tiere auf engem Raum gehalten. Gesetze regeln, wie viele Tiere bzw. kg pro Quadratmeter (= Besatzdichte) gehalten werden dürfen.

Nun will das BMG diese Besatzdichte bei Hühnern und Puten erhöhen. Es sollen bis zu 22 Hühner (statt bisher 17) auf einem Quadratmeter eingepfercht werden. Dabei ist von wissenschaftlicher Seite erwiesen, dass eine höhere Besatzdichte mehr Infektionskrankheiten, eine höhere Sterberate und u.a. auch krankhafte, schmerzhafte Veränderungen an der Brust und an den Fußballen der Tiere zur Folge hat.

Diese Probleme sollen aber im Rahmen eines sogenannten
„Geflügelgesundheitsprogramms“ in Schach gehalten werden. Wichtige Informationen zu diesem Programm fehlen – der gesamte Prozess ist unklar und findet hinter verschlossenen Türen statt.

Bitte unterschreibe den Brief an die zuständige Ministerin Sabine Oberhauser, damit eine Erhöhung der Besatzdichte und eine Verschlechterung für die Tiere verhindert werden kann.

Sehr geehrte Gesundheitsministerin Oberhauser!

Österreich ist mit seinem Tierschutzgesetz ein Vorreiter in Europa. Mit Ihrem Vorhaben, die Besatzdichten bei Hühnern und Puten zu erhöhen, untergraben Sie diese Position Österreichs. Dazu wird den Tieren unnötiges Leid und Schmerzen zugefügt.

Wie von wissenschaftlicher Seite aufgezeigt, haben höhere Besatzdichten schwerwiegende gesundheitliche und tierschutzrelevante Probleme zur Folge. So leiden die Tiere häufiger an Infektionskrankheiten; auch gehen vielfach krankhafte Veränderungen an der Brust und Fußballen mit einer höheren Besatzdichte einher. Des Weiteren kommen höhere Sterberaten in Ställen mit mehr Tieren pro  Quadratmeter vor.

Hiermit ersuche ich Sie, eine Erhöhung der Besatzdichte bei Masthühnern und Puten zu verhindern und den Prozess um das Geflügelgesundheitsprogramm transparenter zu gestalten.

Mit freundlichen Grüßen